Ausgangs der letzten Runde lag der 44-Jährige vom SV Turbine Neubrandenburg noch gut eine Minute hinter dem Führenden Mathias Ahrenberg von der LG Schwerin, doch dann zündete er den Turbo. Im Ziel blieb die Uhr schließlich bei 2:42,36 Stunden stehen, für Lange war es der vierte Titel in Folge.
„Mental war das der härteste Marathon, den ich gelaufen bin. Bei dem Wind und dann vorn allein war mir klar, dass Mathias sein Tempo nicht halten kann. Man muss eben auch immer Geduld haben“, sagte er.
Silber ging an Marathon-Debütant Ole Petter (Turbine Neubrandenburg, 2:43,58), Tim Klatt vom LAV Waren/Müritz (2:44,45) komplettierte das Podium. Klatt und Lange, die lange im Duett liefen, hatten zeitweise zweieinhalb Minuten Rückstand auf Mathias Ahrenberg, der extrem schnell angegangen war und dem Tempo in der letzten Runde Tribut zollen musste. Der Streckenrekordhalter wurde am Ende Achter (2:56,01). Ole Petter rannte konstant auf Platz zwei, in der Schlussrunde konnte aber auch er seinen Vereinskollegen nicht mehr halten.
Im Vorjahr wurde Pia Wendhausen noch Letzte
Bei den Frauen sorgte Pia Wendhausen vom 1. LAV Rostock für eine Überraschung. Die 21-Jährige setzte sich in ihrem erst dritten Marathon in starken 3:16,24 durch und verwies Titelverteidigerin Xenia Weiß vom Laufteam Rügen (3:24,30) auf Rang zwei. Bronze ging an Susann Pielahn (Laufteam Rüge, 3:47,47). Die Rostockerin war im Vorjahr am Haff ihren ersten Marathon gelaufen und damals - allerdings gesundheitlich geschwächt - in glatt 5:00,00 Stunden Letzte geworden. Im Herbst in Berlin verbesserte sie sich dann auf 3:53,11 und pulverisierte jetzt beim Haffmarathon ihre Bestzeit.
„Mit so einer Zeit hätte ich nie im Leben gerechnet, es ist unglaublich“, sagte sie und erzählte, dass sie ihre Zwischenzeiten am Ende auch nicht mehr kontrollieren konnte, weil ihre Uhr ausgefallen war. Ihre Vorbereitung auf die Marathon-Titelkämpfe war etwas unorthodox. In der Vorwoche absolvierte Pia Wendhausen noch einen Hyrox-Wettkampf in London.
Die Meldezahlen mit 400 Sportlern für den 41. Haffmarathon ließen auf einen neuen Teilnehmerrekord (370) schließen, doch am Ende waren knapp 340 Ausdauersportler auf allen Strecken dabei. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Rennleiter Frank Greiner-Mai vom Gastgeberverein SV Einheit Ueckermünde.
Die Schnellsten beim Halbmarathon waren Karolina Romanska aus Polen (1:32,44 Stunden) und Paul Borrmann vom SV Turbine Neubrandenburg in 1:15,30. Paola Päschke vom SC Laage (22:33 Minuten) und Finley Wegner (Turbine Nbg., 15:25) waren die Gesamtsieger über 5 Kilometer.
Alle Ergebnisse: www.tollense-timing.de